Die Gründer der Bruderschaft

Willi Wortmann | Paul Schulte

Die Entstehungsgeschichte

Wer über den Bakenfelder Weg von Ascheberg nach Herbern fährt durchquert das Gründungsgebiet des Schützenvereins „Berg und Tal“. Wie der Name schon andeutet, handelt es sich hier um eine Landschaft aus Bergen und Tälern. Hier in der Hegemer- und Lütkebauer entstand aus Nachbarschaftsfeiern heraus die Schützengemeinschaft „Berg und Tal“.

Ziel und Zweck des Vereins sollte sein, die Nachbarschaft und Geselligkeit zu pflegen. Pfingsten, im Jahre 1953, fassten Willi Wortmann und Paul Schulte den Entschluss diese Schützengemeinschaft zu gründen. Sie sprachen zunächst alle Nachbarn aus den Bauernschaften Lütkebauer, Hegemerbauer, Olde Feld und Bakenfeld an. Am 17. Juni 1953 war es dann soweit. Bei Heinrich Bergmann trafen sich die Interessenten zur Gründungsversammlung und wählten den ersten Vorstand des Schützenvereins „Berg und Tal“.

Mitglieder der ersten Stunde waren unter anderem: Willi Wortmann, Paul Schulte, Heinrich Greive, Anton Höhne, August Kleykamp, Heinrich Bergmann, Bernhard Bergmann, Bernhard Hensmann, Karl Mennemann, Bernhard Entrup, Bernhard Falke, Bernhard Lenz, Paul und Ewald Hügemann, Heinrich Frye, Heinz Kleykamp und Erich Frieling-Wikkensack.

Die Gründungsversammlung wählte die Initiatoren Willi Wortmann zum 1. Vorsitzenden und Paul Schulte zu seinem Stellvertreter. Heinrich Greive sen. wurde zum Ehrenvorsitzenden und August Kleykamp zum Schriftführer gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder waren Bernhard Entrup, Bernhard Falke, Bernhard Lenz und Paul Hügemann. Auf dieser Versammlung wurde ferner beschlossen, das erste Fest am 29. Juni 1953, am Feste Peter und Paul, auf dem Hofe Schulte zu feiern. Das Vogelschießen sollte im Tal auf Mennemanns Weide unter den Eichen stattfinden. Die Wagen (Kutschen) stellten Wortmann und Greive.

Die ersten Offiziere

Oberst Ewald Hügemann
Adjutant Heinrich Kleykamp
Hauptfeldwebel Willi Wortmann

Das erste Schützenfest 1953

Die formellen Voraussetzungen für das erste Schützenfest waren nun gegeben und der Ablauf festgelegt. Jetzt mussten Taten folgen. So wurde von den Schützenbrüdern die Festscheune mit Grün geschmückt und für den ersten Königsball hergerichtet. Das erste Antreten der Schützenbrüder zum Schützenfestauftakt fand am Festlokal auf dem Hof Schulte statt. Um 13.30 Uhr war Abmarsch zur Vogelwiese. Begleitet wurde der Schützenzug von dem Spielmannszug Ottmarsbochholt, den Offizieren zu Pferd und zwei Kutschen. Nach einem anstrengenden Marsch erreichten die Schützenbrüder die Vogelwiese unter Mennemanns Eichen. Nach einem erneuten Antreten mit „Recht Euch“ hieß es dann „Wegtreten zum Vogelschießen“. Ihre Handstöcke wurden jetzt abgelegt bzw. in die Bäume gehangen und die Schützen schossen unter der Aufsicht des Schießmeisters Anton Baumhöfer aus allen Rohren auf den Vogel. Zum ersten Vogelschießen fanden sich auch viele Frauen, Kinder und andere Interessenten ein. Um 16.30 Uhr schoss Erich Frieling-Wickensack den Vogel von der Stange und wurde somit der erste König des Schützenvereins "Berg und Tal". Als seine Königin erwählte er Frau Elisabeth Hügemann und Hofdamen waren Frau Agnes Grove-Winkelmann und Frau Elisabeth Geismann. Um 19.30 Uhr war wieder Antreten und Königsproklamation des Königs Erich des I. Anschließend fand ein großer Festball statt. Festwirt war Piepenkötter aus Capelle und die Tanzkapelle kam aus Selm. Das Fest war ein großer Erfolg und fand bei allen großen Anklang und wurde gegen 4.00 Uhr beendet.

Bilder vom ersten Schützenfest 1953

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Schützenbruderschaft St. Katharina Berg und Tal Ascheberg e.V. 1953
Vereinsregister Nr. 6475 beim Amtsgericht Coesfeld